Sollte Ihr Rechner duch einen "Schädling" befallen sein, empfehlen wir Ihnen dringend eine komplette Neuinstallation (Formatierung) Ihres Rechners.
Lassen Sie das Schadprogramm nur durch einen Virenscanner entfernen, erst dann können Sie nicht sicher sein, daß Ihr Rechner wieder Viren frei ist.
"Ein Computer-Virus ist ein in böswilliger Absicht geschriebener Programm-Code, der sich in Programme oder Dateien einfügt und dort Fehlfunktionen oder Störungen verursacht". Ähnlich wie biologische Viren, die sich vermehren und andere Zellen oder Organe infizieren, kann der Computer-Virus im schlimmsten Fall Dateien oder Festplatten befallen und komplett zerstören.
Spam-Mails sind unerwünschte Werbe-E-Mails, die durch massenhafte Übertragung und Bearbeitung immense Ressourcen binden und damit jährlich Kosten in Milliardenhöhe verursachen. Zum Schutz vor Spams haben die meisten Provider bereits entsprechende Filter installiert. Diese Spam Mails sind oft auch Träger und Verbreiter der Computerviren.
Hoaxes sind Falschmeldungen, mit denen PC-Nutzer vor Computerviren gewarnt werden, die in Wirklichkeit keine echten Viren sind. Besonders fies: Der Nutzer wird per Mail aufgefordert, eine Systemdatei zu löschen, weil es sich dabei angeblich um einen verheerenden Computervirus handelt.
Viren und Würmer sind sich grundsätzlich ähnlich. Der größte Unterschied: Im Gegensatz zu Viren versuchen Computer-Würmer, nicht nur Dateien auf einem Computer zu infizieren, sondern zusätzlich Programme und Betriebssysteme auch auf anderen Rechnern zu manipulieren. Dazu reproduziert und verschickt sich der Wurm stets automatisch selbst. Auch wenn der Wurm keine Dateien oder Festplatten löscht, kann er große finanzielle Schäden anrichten, indem er immense Speicherkapazitäten blockiert. Prominente Vertreter sind der E-Mail-Wurm "ILOVEYOU", der vor vier Jahren auftrat, oder im Januar der Wurm "Mydoom", der für ein paar Stunden den Internetverkehr um zehn Prozent verlangsamte. Im Mai hat der Wurm "Sasser" PC mit Windows 2000 oder XP überlistet und ihre Nutzer durch permanente Neustarts genervt.
Mit Phishing E-Mails werden Empfänger aufgefordert, persönliche oder vertrauliche Daten wie Kreditkartennummern oder Passwörter via Internet preiszugeben. Die Initiatoren solcher kriminellen E-Mail-Aktionen begründen ihre Aufforderung beispielsweise damit, angeblich Datenbestände von Institutionen oder Online-Anbietern aktualisieren zu müssen, bei denen der Nutzer Kunde ist. Besondere Vorsicht ist hier geboten, weil meistens die entsprechenden Internetauftritte oder Absender-Adressen der Originalversion täuschend ähnlich sehen.
Bei einem "Trojanischen Pferd" handelt es sich um Programme, die unbemerkt Computer mit einer Hintertür versehen. Über diese Hintertür kann der Urheber den kompromitierten Rechner dann nach Belieben fernsteuern und als Spam-Schleuder missbrauchen. Auch Tastatureingaben können mitgelesen werden, was im Falle von Geheimdaten wie beim Online-Banking zu einem Missbrauch führen können.
Ein Rootkit dient dazu, die Anwesenheit von Hintertüren und Schadprogrammen zu verbergen. Dazu manipuliert es das System derart, dass es bestimmte Dateien, Prozesse oder Netzwerk-Aktivitäten nicht mehr anzeigt.